Foto: Eva Steckel
Broschüre der bisherigen Lotterpreisträger
Preis 2012
Preis 2012
Preis 2012
Foto: Olaf Martens
Die LVZ vom 17.10.2011
Höfe am Brühl
Arwed Roßbach
Andreas Reiman, LVZ vom 20.04.2012
Der junge Richard Wagner
Jasmin Graf
Bildzeitung vom 13.02.2012
Foto: Dave Tarassow
K.-Liebknecht-Str. 26
Zum Harfenacker 2
Pfaffendorfer-Str. 48
TLZ vom 17.11.2010
Thomas Liebscher, Wolfgang Hocquél, Volker Bremer und Martin zur Nedden präsentieren am 12. Mai 2010 erstmalig einen Architektur- stadtplan
Für 4,95 € im Buchhandel
oben: Boote auf der Weißen Elster
Mendelssohnufer, Bundesverwaltungsger.
Karl-Heine-Kanal, Stelzenhaus
Kaufhaus Brühl vor 1945
Konsumentkaufhaus vor 1989
Kaufhaus Brühl 2009
LVZ vom 07.09.2010

Leipziger Passagenführer erschienen

Pünkltlich zur diesjährigen Leipziger Buchmesse erschien im Sax-Verlag Markkleeberg die vierte, erweiterte Auflage des kleinen Passagenführers. Wolfgang Hocquél: "Die Leipziger Passagen - Architektur von europäischem Rang" mit einem Geleitwort der Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau, Frau Dorothee Dubrau. Auf 97 Seiten werden die 26 Passagen und Höfe der Leipziger Innenstadt in Wort und Bild dargestellt. In einer 15 seitigen Einführung wird die Entstehungsgeschichte der Leipziger Passagen und Höfe im Kontext der europäischen Entwicklung beleuchtet. Ein Stadtplan in der vorderen Umschlagklappe erleichtert die Auffindung der Objekte. Das handliche Taschenbuchformat von 10,5 x 19,5 cm prädestiniert die Publikation als Architekturführer, der bequem in der Seitentasche mitgeführt werden kann. Text auf dem Rückumschlag: "Ein Rundgang der besonderen Art durch Leipzigs Innenstadt. Wie ein zweites privates Wegesystem durchziehen die Passagen und Duchgangshöfe den alten Stadtkern parallel zum vorhnadenen Netz der Straßen und Gasssen - verkörpern in ihren besten Beispielen Architektur von europäischem Rang". Preis: 9,90 €.

 

 

Kulturellen Kahlschlag verhindern!

Im Jahre 1994 konnte die Kulturstiftung Leipzig u.a. mit Mitteln der Partnerstadt Frankfurt am Main die Sanierung der 500 jährigen Alten Nikolaischule zum Kulturhaus im Herzen Leipzigs abschließen. Seit dieser Zeit ist das attraktive Antikenmuseum des Archäologischen Instituts der Universität im ersten Obergeschoss des ehrwürdigen Kulturdenkmals beheimatet und hat viele Tausend Besucher begeistert. Die Instandsetzung der Alten Nikolaischule mit der Schaffung des Antikenmuseums ist auch dem ehrenamtlichen Engagement vieler Freunde der Kulturstiftung Leipzig unter ihrem damaligen Präsidenten Prof. Kurt Masur zu danken. Wir sind empört, dass nun  dieser von Bürger unserer Stadt für die Universität geschaffene Ausstellungsort gedankenlos devastiert werden soll. Die Sammlung stellt einen Glanzpunkt in der Leipziger Museumslandschaft dar! Wir fordern vom Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig, dass das Antikenmuseum in der Alten Nikolaischule erhalten wird. Prof. Rolf-Dieter Arens, Präsident und Dr. Wolfgang Hocquél Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig. 10.02.2014. Bitte öffnen Sie auch den nachfolgenden Link zur Online-Petition des Deutschen Archäologieverbandes e.V.!

http://www.change.org/de/Petitionen/prof-dr-dr-sabine-von-schorlemer-erhalt-des-instituts-f%C3%BCr-klassische-arch%C3%A4ologie-und-des-antikenmuseums-der-universit%C3%A4t-leipzig

Musik + Architektur im Hotel de Pologne

Liebe Freunde der Kulturstiftung Leipzig, ab 2014 machen wir die bisher dreimal stattgefundenen Konzerte „Musik + Architektur“ zu einer ständigen Veranstaltungsform mit jährlich zwei Konzerten an wechselnden Orten. Bitte merken Sie sich schon heute den nächsten Termin vor! Ende März 2014 wird die Restaurierung des prachtvollen neobarocken großen Ballsaales im ehemaligen Hotel de Pologne in der Hainstraße 16/18 fertig gestellt sein. Die Kulturstiftung Leipzig nimmt dies zum Anlass hier eine weitere Folge der Reihe  Musik + Architektur zu präsentieren. Das Konzert findet am 12.04.2014, 19 Uhr 30, statt. Es musizieren Camerata Bachiensis, Preisträger des 7. Internationalen Telemann-Wettbewerbs in Magdeburg 2013. Es erklingen Werke von Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach. Die Erläuterungen zur Architektur übernimmt die Leipziger Kunsthistorikerin Frau. Dr. phil. Sabine Schneider. Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit zur Besichtigung und zu Gesprächen. Eintrittskarten ab 20.02.2014 in der Musikalienhandlung Oelsner in der Schillerstraße und in der Kulturstiftung Leipzig. Eintrittspreise: 12,- €, Ermäßigte 9,- €. Wir danken der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur für die Unterstützung.

Heft 63 der Leipziger Blätter erschienen

Am 22.10.2013 präsentierte das Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Leipzig, Prof. Dr. Bernd Dammert, in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig das Herbstheft 2013 der Leipziger Blätter. Grund für die Wahl dieses Ortes war die von Christine Rink kuratierte sehenswerte Ausstellung "Ohne Titel. abstrakt konkret konstruktiv", die derzeit dort gezeigt wird und der Jens Kassner im Heft einen längeren Beitrag widmet. Wie immer sind in den "Blättern" spannende Beitäge von exzellenten Autoren zu lesen. Zum Pro und Contra des Richard-Wagner-Denkmals von Stephan Balkenhol äußern sich Hans-Werner Schmidt und Stefan Voerkel. Bauhistoriker Ansgar Scholz schreibt aus gegebenem Anlaß über die Baugeschichte der Russischen Gedächtniskirche und Tanja Scheffler setzt sich mit der Neugestaltung des Richard-Wagner-Platzes an der "Blechbüchse" auseinander. Schließlich würdigt Miachel Ernst das 30jährige Jubiläum der Nato in seinem Beitrag: "naTo - ein Bündnis ohne Waffen". Dies und vieles mehr erwartet Sie im glänzend illustrierten neuen Heft, das wie immer der Passage -Verlag Leipzig im Auftrag der Kulturstiftung Leipzig produziert hat. Sie erhalten die Publikation wie immer bei Ihrem Leipziger Buchhändler!

Großer Andrang im Bowlingtreff, zweiter Termin für den 16.11.2013, 10 Uhr 30 bis 14 Uhr 30 geplant

Am 28.09.2013 hatte das Kulturdezernat der Stadt Leipzig gemeinsam mit der Kulturstiftung Leipzig den 1987 eingeweihten Bowingtreff für die Leipzigerinnnen und Leipziger geöffnet. Bereits eine Stunde vor Beginn der Führungen hatten sich erste Interessenten eingefunden. Rund 250 Leipzigerinnen und Leipziger nutzten die Gelegenheit an den Führungen durch das zur Zeit leer stehende, unter Denkmalschutz gestellte Bauwerk teilzunehmen. Vor allem wollte man sich ein Bild machen, inwieweit das Gebäude für eine neue Nutzung als Naturkundemuseum geeignet ist. Die Zustimmung zur möglichen Umnutzung lag im Ergebnis der Besichtigung und angeregten Diskussionen bei etwa 90 %. Letztlich wird der Stadtrat entscheiden. Wegen der großen Nachfrage ist für Samstag, den 16.11.2013, 10 Uhr 30 bis 14 Uhr 30 ein weiterer Besichtigungstermin geplant. 

Besichtigung Bowlingtreff möglich

Am Samstag, dem 28.09.2013, 11 Uhr bis 16 Uhr, Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz, Tag des offenen Denkmals „extra“. Der diesjährige Tag des offenen Denkmals stand unter dem Motto „Unbequeme Denkmale“. Wohl kaum ein Kulturdenkmal passt so gut in diese Schublade wie der 1987 eingeweihte ehemalige Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz, der zur Zeit leer steht und verfällt. Das Dezernat Kultur der Stadt Leipzig und die Kulturstiftung Leipzig laden Sie ein sich dieses interessant Bauwerk, dessen Eignung als künftiges Naturkundemuseum derzeit geprüft wird, anzuschauen. Am 28.09.2013 wird das Kulturdenkmal ab 11 Uhr für Sie geöffnet. Im Abstand von 30 Minuten finden Führungen statt.  Sie werden geleitet vom Kulturdezernenten der Stadt Leipzig, Herrn Michael Faber und dem Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig, Herrn Dr. Wolfgang Hocquél. Der Architekt des Eingangsbauwerkes, Winfried Sziegoleit, wird ebenfalls anwesend sein.  Eintritt ist frei, aber festes Schuhwerk ist Bedingung.

"Der junge Richard Wagner 1813-1834" in der Alten Nikolaischule

Erstmals widmet sich eine Ausstellung ausschließlich der Persönlichkeit des jungen Richard Wagner, werden seine Jugend, sein Umfeld, seine musikalische Ausbildung, die prägenden Bildungseindrücke und sein Frühwerk in der Tiefe durchdrungen. Die Ausstellung ist eine notwendige Ergänzung des Wagnermuseums in Bayreuth, das den Fokus auf den reifen Komponisten legt. Die Ausstellung macht deutlich wie ein junger Mann mit ausgeprägtem Sendungsbewusstsein auch unter schwierigen sozialen Bedingungen seinen Weg sucht und findet. Das Projekt möchte gerade auch junge Menschen ansprechen, in dem es zeigt, dass Ausdauer und Beharrlichkeit wichtige Voraussetzungen für beruflichen Erfolg sind.Die Ausstellung verdeutlicht, dass der 21 jährige Wagner als er im Juli 1834  seinen Wohnsitz in Leipzig aufgab um eine Stellung als Kapellmeister am Magdeburger Stadttheaters anzutreten, ein weitgehend ausgebildeter Komponist und Dirigent war, der auf eine erstaunliche Zahl von Kompositionen verweisen konnte, die überwiegend auch schon in Leipzig zur Aufführung gelangten.  Er war bereits mit allen für seine Entwicklung wichtigen neuen  und klassischen Werken der Musik und Literatur vertraut. Obwohl sein Wirken in Leipzig im Mittelpunkt steht, werden auch andere Stationen seiner Jugend beleuchtet, so seine Kindheit in Dresden mit dem Besuch der Kreuzschule ab 1822 u.a.

Konzeption und Austellungsgestaltung lag in den Händen des Leipziger Malers und Grafikers Heinz- Jürgen Böhme.

Die Ausstellung im Untergeschoss ist täglich außer montags, freitags und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt 3,- €, Ermäßigungsberechtigte 1,50 €. Kinder bis zu sechs Jahren haben freien Eintritt. Einen Ausstellungskatalog in deutscher und englicher Sprache erhalten Sie zum Preis von 9,- €. Ein Poster mit dem kaum bekannten Bildnis des jungen Wagner aus dem Jahre1833 erhalten Sie für 10,- €. Der Besuch  der klassizistischen Aula im 2. OG ist nur nach rechtzeiger Anmeldung unter 0341/211 8518 möglich, da in diesem Raum auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Für die Führung ist zusätzlich ein Betrag von 40,- € zu entrichten.

Verzeichnis der Hieronymus-Lotter-Preisträger seit 1988 kostenfrei erhältlich

Am 21.11. 2012 hat die Kulturstiftung Leipzig den „Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig  zum 12. Mal vergeben.  Dies geschah wiederum im Rahmen der denkmal, der „Europäischen Messe für Denkmalpflege,  Restaurierung und Altbausanierung“.  Mit dem Preis werden ausschließlich private Bauherren  ausgezeichnet, die ein Kulturdenkmal in der Stadt  Leipzig besonders vorbildlich saniert haben. Dabei gelten höchste denkmalmethodische Maßstäbe. Mit Freude konnte die Jury in den letzen Jahren ein kaum noch steigerbares Qualitätsniveau feststellen.

Die Idee für den Denkmalpflegepreis wurde bereits im Jahre 1987 im Leipziger Bezirksvorstand  der Gesellschaft für Denkmalpflege im Kulturbund der DDR geboren. Erstmals wurde der Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege dann im Jahre 1988 durch den Kulturbund und den Rat des Bezirkes Leipzig vergeben. Damals umfasste das Wettbewerbsgebiet noch den gesamten Bezirk Leipzig. Nach der friedlichen Revolution übernahm die neu gegründete Kulturstiftung dann ab 1992 die Preisvergabe.

Die Broschüre mit allen Preisträgern seit 1988 schicken wir Ihnen gern kostenlos zu, sofern Sie uns einen mit 1,45 € frankierten und an Sie adressierten  A 4 Briefumschlag zusenden. Pro Briefumschlag können Sie drei Exemplare kostenfrei erhalten. Die Broschüre wurde mit freundlicher Unterstützung der GRK - Holding AG produziert.

Kulturstiftung Leipzig vergab Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege 2012

Preisträger: (drei gleiche Preise)

Bauherr: Leipziger Stadtbau AG für die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Messepalastes „Handelshof“ Grimmaische Straße 1-7 in 04109 Leipzig. Planungsbüro: Domaros&Partner Leipzig.

Bauherren: Andrea und Dr. Manfred Anders für die Sanierung des Mühlengutes in Lützschena, Schloßweg 8 in  04159 Leipzig. Planung: Ingeniuerbüro Ritter-Müller Leipzig.

Bauherr: Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH und HALLE 14 e.V. für die denkmalgerechte Umnutzung von Halle 14 in der ehemaligen Baumwollspinnerei Leipzig  in der Spinnereistraße 7 in 04179  Leipzig. Planung: quartier vier. design. Kim Wortelkamp und Hauke Herberg.

Anerkennungen:

Bauherr: Deutsche Gesellschaft für Grundbesitz AG Leipzig für die Sanierung der Art déco – Wohnhauszeile Gröpplerstraße 54 – 74 in 04179 Leipzig. Planung: Architekturbüro Marcus Linne.

Bauherren: Klaus D. und Malgorzata Skommodau für die Rettung und Sanierung der Unternehmervilla des Historismus Goldschmidtstraße 31 in 04103    Leipzig. Planung: Architekturbüro Voigt Leipzig.

Bauherr: Kulturverein re:tina e.V. für die denkmalgerechte Rekonstruktion einer Leuchtwerbeanlage im Stil des Art déco in der Arndtstraße 33 in 04275 Leipzig. Planung: Architekt Adalbert Haberbeck.

Die Kulturstiftung Leipzig vergab den Preis gemeinsam mit der Stadt Leipzig seit 1992 bereits zum 12 Mal. Die Preisverleihung fand am 21.11.2012 in der Richard-Wagner- Aula der Alten Nikoleuischule statt. Sie war Bestandteil der Europäischen Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausaneirun in Leipzig. Die Preisverleihung wurde unterstützt von der Leipziger Messe GmbH, vom Gasthaus Alte Nikolaischule und der GRK-Holding AG, die ein Preisträgerverzeichnis 1988 bis 2012 herausgab, das bei der Kulturstiftung Leipzig kostenlos erhältlich ist.

 

Wagner und Verdi, zwei Europäer im 19. Jahrhundert

Doppelbiographie und Jahrhundertporträt: In den Lebenswegen der beiden Musikgenies spiegeln sich Hoffnungen und Brüche des 19. Jahrhunderts wie auf einer Opernbühne. Auf verschiedene Weise revolutionierten beide das Genre der Oper und führten das Musiktheater auf einen seither nicht mehr erreichten Zenit. Am 24.10.2012 erschien bei Klett-Cotta dieses bemerkenswerte musikgeschichtliche Sachbuch von Eberhard Straub, das Sie ab sofort im Buchhandel erhalten. Gerade vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag Richard Wagners, ist die Publikation von besonderem Reiz. Arbeit, Nation und Weltbürgertum: Diese Leitideen des 19. Jahrhunderts bestimmten auch das künstlerische Schaffen Wagners und Verdis. Die Schauplätze sind die Stadtgesellschaften Leipzig und Dresden, Mailand, Wien, Bologna, Bayreuth, Venedig und vor allem Paris, die Kunstmetropole, auf die Wagners und Verdis Ambitionen gerichtet sind!

Heft 61 der Leipziger Blätter erschienen

Seit dem 17.10.2012 ist die neueste Ausgabe der Leipziger Blätter im Buchhandel. Auch dieses Mal bietet die Publikation wieder ein buntes Mosaik stadtgeschichtlich und stadtkulturell anspruchsvoller Themen. Im Editorial äußert Kulturbügermeister Michael Faber vor dem Hintegrund einer möglichen Bewerbung Leipzigs als Kulturhauptstadt Europas Gedanken zur hiesigen Kulturszene. Die neuen "Blätter" widmen sich bedeutsamen Jubiläen wie 800 Jahre Thomana, 100 Jahre Café Corso, 50. Todestag von Hanns Eisler, 45 Jahre Tanztheater, 20 Jahre Kulturfabrik Werk 2 oder aber 20 Jahre Vokalensemble amarcord. Diese Artikel wurden von den äußerst sachkundigen Autoren Stefan Altner, Sachsa Lange, Bettina Weil, Sebastian Göschel, Niels Gormsen Peter Matzke und Claus Fischer verfasst. Schließlich beschäftgt sich Stefan Voerkel mit Leipzigs schwerem Umgang mit dem geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmal. Insgesamt erwarten Sie 25 spannende Artikel, die, wie immer, eigens für die "Blätter" verfasste Erstveröffentlichungen sind. Lassen Sie sich überraschen.

Neue Publikation der Kulturstiftung Leipzig zu den Leipziger Höfen und Passagen erschienen!

Seit dem 5. Dezember 2011 ist die Publikation "Leipziger Passagen & Höfe. Architektur von europäischem Rang" im Buchhandel, im Sax-Verlag und im Shop der Kulturstiftung Leipzig erhältlich. Erstmals wird dem architektonischen Phänomen der Leipziger Passage und Höfe ein umfangreiche Publikation gewidmet. In einer ausführlichen Einleitung wird der Entstehung der Leipziger Passagen nachgegangen und wird diese in den Kontext der internationalen Entwicklung gestellt. Es folgt die Darstellug der heute vorhandenen 26 Durchgangshöfe und Passagen, überwiegend mit brillanten Farbabbildungen. Der zweite Teil des 160 Seiten umfassenden Bandes widmet sich der historischen Situation in der Leipziger Innenstadt vor dem Zweiten Weltkrieg. Mit 300 Abbildungen und Plänen ist die Publikation äüßerst großzügig illustriert. Der baugeschichtlich interessierte Leser wird so manch neuen Fakt entdecken. Das Buch wurde von der Kulturstiftung Leipzig im Sax-Verlag Markkleeberg mit Unterstützung des Dezernates für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig (Projekt:"koopstadt") und privater Sponsoren herausgegeben und kostet 29.80 €.

Spendenaufruf für ein Richard-Wagner-Museum

Am 15./16. 10. 2011 führte die Kulturstiftung Leipzig ihren 1. Stiftertag durch, zu dem namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur eingeladen waren. Der Stiftertag stand unter dem Motto "Ein Richard-Wagner-Museum für Leipzig" und erbrachte ein erstes Spendenaufkommen von 15.000,- €. Gemeinsam mit dem Richard-Wagner-Verband Leipzig wollen wir am 21.05.2013, dem Vorabend des 200. Geburtstages dieses großen Sohnes unserer Stadt, in der Alten Nikolaischule zu Leipzig einen Gedenkort einweihen, der sich erstmals umfassend der Rezeption des jungen Richard Wagner widmet. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie uns bei der Verwirklichung dieses schönen Zieles unterstützen würden. Den ganzen Wortlaut unseres Spendenaufrufes findes Sie unter "Spenden und helfen" (Klicken Sie bitte auf den Button "Spenden" an der rechten Bildkante). Ihr Professor Rolf-Dieter Arens, Konzertpinanist und Präsident der Kulturstiftung Leipzig.

"Blätterpräsentation" in der Konsumzentrale

Am Dienstag, dem 11.03.2014, 18 Uhr, präsentierten die Kulturstiftung Leipzig und der Passage-Verlag Leipzig gemeinsam mit der Konsumgenossenschaft Leipzig Heft 64 der Leipziger Blätter. Die Präsentation fand in der Konsumzentrale Leipzig, in der Industriestraße 85-95, im großen Festsaal im 4. Stock statt. Auch dieses Mal bieten die "Blätter" wieder ein Feuerwerk spannender Artilkel zu den verschiedendsten Bereichen der Leipziger Kulturgeschichte. Außerdem konnte man eines der bedeutendsten Industriedenkmale von Plagwitz kennenlernen. Der namhafte Hamburger Architekt Fritz Höger hatte den eindrucksvollen Bau in den Jahren 1929-32 für die Konsumgenossenschaft Leipzigbgeschaffen, die heute auf eine 130 jährige Geschichte zurück blicken kann. Das Heft ist im Buchhandel erhältlich und kann auch über unsere Website bestellt werden.

 

Vom 29.05.2012 bis zum 30.09.2012 ist die Ausstellung "Bürgerstolz und Bildung" in der Alten Nikolaischule zu sehen!

In Zusammenarbeit zwischen dem Schulmuseum Leipzig, der Neuen Nikolaischule und der Kulturstiftung Leipzig entstand die Jubiläumsausstellung " Bürgerstolz und Bildung-500 Jahre Nikolaischule Leipzig". Sie ist vom 29.05.2012 bis zum 30.09.2012 im Basement der Alten Nikolaischule zu sehen. Die Ausstellung ist täglich, außer montags und freitags, von 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt frei.

Die 1512 ad ecclesiam Sancti Nicolai eröffnete Nikolaischule ist die erste Bürgerschule Leipzigs, ihr Schulhaus am Nikolaikirchhof das älteste erhaltene profane Gebäude der Stadt. Bereits 1395 hatte Papst Bonifatius IX. auf Anfrage des Stadtrates die Schulgründung bei der Stadtpfarrkirche St. Nikolai durch ein Privileg genehmigt, aber erst am 14. März 1498 wurde der Beschluß gefaßt, dass der rat nach einer beqwemen stat und rawm bei sant Niclas trachten und vleiß haben salle,  do selbst eine nawe schule vor der burger kindt … zu bawen und uffzurichten. Erst ein erneuter Ratsbeschluss vom 26. September 1510 führte schließlich zum Schulbau. Dazu trat der Thomasprobst 1511 die baufällige Küsterei am Nikolaikirchhof an die Stadt ab, die noch ein westlich angrenzendes Privathaus dazu erwarb. Beide Häuser wurden abgebrochen. Bis zum Frühjahr 1512 war der Rohbau fertig gestellt. Zu Michaelis 1512, das heißt am 29. September 1512, dürfte der Schulbetrieb nun endgültig aufgenommen worden sein.

                                                                                                      

 

Am 27.09.2012, 19 Uhr, Nikolaikirche; Festkonzert aus Anlass des 500 jährigen Jubiläums der Gründung der ersten Bürgerschule der Stadt, der Nikolaischule, Eintritt frei

Die 1512 ad ecclesiam Sancti Nicolai eröffnete Nikolaischule ist die erste Bürgerschule Leipzigs, ihr Schulhaus am Nikolaikirchhof das älteste erhaltene profane Gebäude der Stadt. Bereits 1395 hatte Papst Bonifatius IX. auf Anfrage des Stadtrats die Schulgründung bei der Stadtpfarrkirche St. Nikolai durch ein Privileg genehmigt. Die päpstliche Stiftungsbulle wird noch heute im Leipziger Stadtarchiv aufbewahrt. Nach dem Willen des Papstes sollte die Schule in der Nähe der Nikolaikirche entstehen. Sie sollte der Ausbildung höherer Beamter, sogenannter Konsulen, sowohl im geistlichen als auch im weltlichen Amt dienen und den reichen Bürgersöhnen Grammatik, einfache Wissenschaften und Künste vermitteln. Bis dahin existierten in Leipzig neben der Thomasschule nur private Winkelschulen (auch Klippschulen genannt), die seitens der Stadtverwaltung wenig geschätzt wurden. Heute, da Staat und Kirche getrennt sind, mag es befremdlich erscheinen, daß man den Papst wegen einer kommunalen Schulgründung um Erlaubnis bitten mußte. Aber man muß sich vergegenwärtigen, daß das Bildungsmonopol im Mittelalter ausschließlich in den Händen des Klerus lag. 1872 zog die Nikolaischule in einen großzügigen Neubau in die Goldschmidtstraße um. Das nach der Wende neu gegründete Gymnasium Neue Nikolaischule hat sein Schulgebäude heute in der Schönbachstraße.

(zum Programm klicken Sie bitte auf nebenstehende Abbildung)

Wanderung durch die Leipziger Passagen und Höfe am 16.09.2012

T A L K  W A L K

Kunst des Flanierens – Leipziger Passagen und Höfe  Leipzig. Der Flaneur hätte ohne die Erfindung der städtischen Passagen sicherlich geringere Bedeutung erlangt, attestierte schon Walter Benjamin. Und so muss ja dann, im Umkehrschluss, die Kunst des Flanierens in Leipzig recht lebendig sein – ist doch Leipzig gerade auch für seine Passagen sehr bekannt. In diesem Sinne folgt dieser Müßig-Gang eben diesem Netz aus Fußwegen und Höfen, um darin zu lesen, wie in einem Buch. Dieser Spaziergang steht auch im Kontext zum Projekt koopstadt <http://koopstadt.de/>  und thematisiert die Ansätze von koopstadt zur Stärkung der Leipziger Innenstadt. Mit: Dr. Wolfgang Hocquél, Leiter der Kulturstiftung Leipzig; und mit: Christina Kahl, Ruth Rabenberg, koopstadt-Team; Heike Melzer, City Leipzig Marketing e.V.; Dr. Wolfgang Morenz, Petersbogen Leipzig. Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich unter anmeldung@atelier-latent.de Am Sonntag, 16. September; Start um 14.00 Uhr am Eingang Mädler Passage, Grimmaische Straße.

 

Kurt-Masur-Ausstellung im Gewandhaus zu Leipzig eröffnet

Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung am 29.09.2012, 11 Uhr 30, eröffnete Oberbürgermeister Burkhard Jung im Gewandhausfoyer die Austellung "Kurt Masur - Ein Leben bewegt durch die Kraft der Musik". Kuratorin der Ausstellung ist Anna-Barbara Schmidt, die das Kurt-Masur-Archiv in Leipzig betreut. Für die Ausstellung zeichnete das Gewandhaus zu Leipzig, für den Begleitband die Kulturstiftung Leipzig verantwortlich. Die Publikation, die im Gewandhausshop und im Buchhandel erhältlich ist, erschien im Verlag Klaus-Jürgen Kamprad Altenburg. Die Ausstellung ist bis zum 24. Oktober 2012 täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

(Lesen Sie bitte auch den nebenstehenden Beitrag der Leipziger Volkszeitung vom 02.10.2012)

Glückwünsche an Professor Kurt Masur zum 85. Geburtstag. GRATULIEREN AUCH SIE!

Am 18. Juli 2012 beging Professor Kurt Masur seinen 85. Geburtstag. Aus diesem Grunde wollen wir diesen großartigen Menschen und Dirigenten, dem in aller Welt mit Hochachtung begegnet wird mit einer repräsentativen Ausstellung im Foyer des Gewandhauses und mit einem Katalog ehren. Die Ausstellung wird am 29. September 2012, anlässlich des Festkonzertes zur Verleihung des Internationalen Mendelssohn-Preises zu Leipzig, das Prof. Masur dirigieren wird, eröffnet. Sie soll dann bis zum 26.10. 2012 zu sehen sein.  Die Ausstellung ist einem Menschen gewidmet, dessen Sinn und Geist in besonderer Weise dem Humanismus verpflichtet ist, der es vermag Grenzen in Gesellschaft und Kunst zu überwinden. Zum ersten Mal wird zudem in Deutschland das Wirken von Kurt Masur in New York umfänglich gewürdigt. Auch im Prozess der friedlichen Revolution, die 1989 von Leipzig ausging,  hat Professor Masur eine herausragende Rolle gespielt. Es müssen nicht immer Blumen sein. GRATULIEREN AUCH SIE! Schon mit 50,-€ helfen Sie ein grosses Geschenk für den Maestro zu realisieren: Das Buch zur Ausstellung "Kurt Masur - Ein Leben bewegt durch die Kraft der Musik". Als Dankeschön finden Sie Ihren Namen im Buch zur Ausstellung. Weitere Informationen können Sie dem Flyer links entnehmen! Wolfgang Hocquél

 

Besichtigung der Höfe am Brühl am Tag der Architektur 2012

Am Freitag, dem 22.06.2012, dem deutschladweiten Tag der Architektur, bot sich den Freunden der Kulturstiftung Leipzig die Gelegenheit die Baustelle Höfe am Brühl zu besichtigen. Unter der sachkundigen Führung des künftigen Center-Managers, Rainer Borst, konnte man interessante Einblicke in das baukonstruktive Gefüge und die umfangreiche Installationstechnik gewinnen. Das Einkaufszentrum soll am 25.09.2012 übergeben werden. Wegen des großen Interesses am Besichtigungsangebot wird es im Juli eine weite Führung geben. 

Foto: Dave Tarassow. 

 

 

 

Museumsnacht in der Alten Nikolaischule am 05. Mai 2012

Das Antikenmuseum der Universität und die Kulturstiftung Leipzig bieten Ihnen zur Museumsnacht am 05. Mai 2012 ein vielfältiges Programm. Alle Räume der Alten Nikolaischule sind an diesen Abend von 18 Uhr bis 24 Uhr für Sie geöffnet. Sie erwarten Ausstellungen, Theateraufführungen in der Richard-Wagner Aula, einen spannnenden Dokumentarfilm u.v.a. Im Antikenmuseum vermitteln griechische. zyprische, etruskische und römische Originalwerke ein anschauliches Bild von Mythologie, Religion, Totenbrauch und dem täglichen Leben der antiken Mittelmeerwelt. Die Fotografieausstellung "Jerusalem ganz nah-Bilder aus der heiligen Stadt" wird an disem Abend letztmalig zu sehen sein. Außerdem zeigen wir den MDR-Film von Anne Worst "Heilige Städte - Jerusalem Tor zum Himmel".

 

 

 

Vortrag zum Werk von Arwed Roßbach

Dienstag,  den 24. April2012, 18 Uhr, Kulturstiftung Leipzig, Richard-Wagner-Aula, Vortrag von Frau Dr. Dr. Betina Kaun aus Dresden: „Arwed Roßbach. Ein Architekt im Geiste Sempers.“ 2011 erschien im Verlag Janos Stekovics die gleichnamige Publikation von Betina Kaun, die dem Schaffen des Leipziger Architekten Arwed Roßbach (1844-1902) gewidmet ist. Ohne Zweifel kann Roßbach in die erste Reihe der deutschen Architekten des Historismus gestellt werden. Mit Bauten wie dem Augusteum am Augustusplatz (1968 abgebrochen), der Alberthalle des Kristallpalastes (im Zweiten Weltkrieg zerstört), der neoromanischen Taborkirche oder aber der Universitätsbibliothek „Albertina“ im Leipziger Musikviertel hat er nicht nur sein überragendes Können eindruckvoll unter Beweis gestellt, sondern auch das Leipzig um 1900 nachhaltig mit geprägt. Seine erhaltenen Bauten gehören heute zu den bedeutenden Kulturdenkmalen unserer Stadt.

 

Preis der Rössing-Stiftung 2012 für Andreas Reimann

Den Preis für das schönste Textbuch zu Stadt und Region Leipzig verlieh der Vorsitzende der Rössing-Stiftung, Rüdiger Böge, am 19. April 2012 in der Richard-Wagner-Aula der Alte Nikolaschule an Andreas Reimann für den Lyrik-Band: "Bewohnbare Stadt. Leipzig Gedichte" mit Illustrationen von Rainer Ilg, der in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung 2011 erschien. Das Projekt wurde von der Kulturstitung Leipzig gefördert. In der Laudation  wüdigte Jurymitglied Sebastin Göschel das Werk wie folgt: "Reimanns Buch ist ganz nah dran an Leipzig, es entspringt einem intensiven Leben in dieser Stadt, ja es ist Teil dieser Stadt. Seine Lyrik trifft immer zielsischer einen Kern, der aber erst sorgsam umkreist werden muss. Wie von einem Spaziergänger, sodass BEWOHNBARE STADT etwas Flaneurhaftes ausstrahlt – Schreiben im Gehen, Gehen im Schreiben. Die Gedichte und Zeichnungen bestäuben den Leser mit längst vergangenen Zeiten und sind doch hochaktuell. Sie erklären nicht, sie reflektieren und lassen uns daran teilhaben. Reimanns Buch beschreibt nicht die Stadt Leipzig, sondern bringt sie in eine bestimmte emotionale Form und schafft damit etwas drittes. Dieses Dritte sagt mehr über Leipzig (und Reimann) als sich in langen Romanen und Reiseführern ausdrücken ließe – es ist eine brodelnde Mischung aus Ironie, Sarkasmus, Kritik, Spott und Zorn der allerdings gleichzeitig Bodenständigkeit, Liebe und Behagen gegenübersteht. Es sind Gratwanderungen, rechts die Wut, der große Bogen, die Wildheit und links die Zärtlichkeit, die Genauigkeit – und ja auch die Gefälligkeit."

Diskussion zum Denkmalsentwurf von Stephan Balkenhohl

Angesichts der weiter bestehenden Meinungsverschiedenheiten zum Entwurf eines Richard-Wagner-Denkmals von Stephan Balkenhol laden der Präsident der Kulturstiftung Leipzig, Prof. Rolf-Dieter Arens, und  der Ehrenvorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig, Prof. Dr. Werner Wolf, zu einer öffentlichen  Diskussion über Standort und Gestaltung am Dienstag, 10. April 2012, 19 Uhr,  in die Richard-Wagner-Aula der Alten Nikolaischule am Nikolaikirchhof 2 ein. Die Diskussionsgrundlage gibt der Leipziger Kunsthistoriker Prof. Dr. Michael Stuhr. Die Moderation übernimmt der Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig Dr. Wolfgang Hocquél.

 

 

 

 

Jasmin Graf am 24.03.2012 ,17 Uhr, bei Musik + Architektur im Porsche-Werk

Ein Jazzkonzert im Kundenzentrum des Porsche-Werkes Leipzig erwartet die Musik- und Architekturfreunde bei der dritten Folge der Reihe Musik + Architektur. Nach dem KPMG-Verwaltungsgebäude, dem restaurierten Bachsaal in der Kongreßhalle besuchen wir dieses Mal mit dem Porsche-Werk Leipzig eine neue Industriearchitektur, die einen hohen baukulturellen Anspruch verkörpert. Das Aufeinandertreffen von Jasmin Grafs wundervoller, soulgeladener Stimme mit dem Arne Donadell Quartett verspricht ein abwechslungsreiches Jazzkonzert, das von Energie und Emotionen geprägt ist. Neben den eigens für die Besetzung arrangierten Jazzstandards werden auch ein paar bekannte Popsongs zu hören sein, die durch das Zusammenwirken der fünf Musiker ein ganz neues Gesicht bekommen. „Die Architekten von Gerkan Marg + Partner aus Hamburg haben mit dem Diamanten ein symbolträchtiges Bauwerk für Kunden des Automobilspezialisten aus Stuttgart geschaffen. Ein auf der Spitze ruhender Kegel dient nicht nur als Landmarke, er verkörpert durch diese expressive Form auch die Verschmelzung von Emotion und Technik, die typisch für Produkte aus dem Hause Porsche sind.“  (Klaus F. Linscheid) Ein Jazzkonzert mit dem Arne Donadell Quartett feat. Jasmin Graf. Die Architektur wird vorgestellt von Markus Pfisterer, Direktor gmp Architekten Berlin. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Rolf-Dieter Arens und Wolfgang Hocquél, beide Kulturstiftung Leipzig.

Porsche-Werk Leipzig, Kundenzentrum, Porschestraße 1, 04159 Leipzig.

Samstag, 24.03.2012 , 17 Uhr, Einlass ab 16 Uhr.

Karten zum Preis von 12 € und 9 € für Ermäßigungsberechtigte ab sofort in der Musikalienhandlung Oelsner, Schillerstraße 4, 04109 Leipzig.

 

 

 

Jerusalem ganz nah - Bilder aus der Heiligen Stadt

Dienstag, den 28.02.2012, 18 Uhr: Ausstellungseröffnung in der Richard-Wagner-Aula der Alten Nikolaischule: "Jerusalem ganz nah - Bilder aus der heiligen Stadt". Die Fotografien sind im Austellungsgeschoss im Basement zu sehen. Die Ausstellung zeigt historische und zeitgenössische Architekturfotografien von Bruno Henschel, Petra und Jürgen Kunstmann sowie von Mahmoud Dabdoub. Öffnungszeiten täglich außer freitags und montags von 12 bis 17 Uhr. Eintritt ist frei. Diese Ausstellung der Kulturstiftung Leipzig entstand in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig.

 

Beigeisterndes Benefizkonzert in der Richard-Wagner-Aula

Mit einer feierlichen Matinee am Vortag des Todestages von Richard Wagner am Sonntag, dem 12.02.2012, 11 Uhr, nahm die Kulturstiftung Leipzig die restaurierte Richard-Wagner-Aula in der Alten Nikolaischule erneut in Nutzung. Die Restaurierung führte der Leipziger Restaurator im Handwerk Wolf-Christian Heindorf aus. Die Arbeiten wurden möglich durch eine großzügige Spende von Porta - Möbel. Die klassizistische Aula war 1827 eingerichtet worden und ist heute der einzige authentisch erhaltene Ort, der mit dem Wirken des jungen Wagner in Leipzig verbunden ist. Die Veranstaltung war zugleich ein Benefizkonzert zugunsten des Richard-Wagner-Museums, das die Kulturstiftung Leipzig am 21. Mai 2013, dem Vortag des 200. Geburtstages des Komponisten, im Untergeschoss der Alten Nikolaischule eröffnen wird.Es musizierten Prof. Jürnjakob Timm, 1. Solocellist des Gewandhauses zu Leipzig und Prof. Rolf-Dieter Arens, Konzertpianist. Es erklangen: Johann Sebastian Bach,  Italienisches Konzert, BWV 971;  Ludwig van Beethoven, Sonate in g-Moll für Cello und Klavier,  Opus 5, Nr. 2 sowie die Trauergondel von Franz Liszt.  

Die Kulturstiftung Leipzig ehrte ehemaligen OBM Rothe

Am 20.01.2012 legte die Kulturstiftung Leipzig, wie in jedem Jahr, anläßlich seiners Todestages am ehemaligen Wohnhaus des verdienstvollen Oberbürgermeisters Dr. Karl Rothe in der Karl-Rothe-Straße 1 in Gohlis einen Kranz nieder.  Dr. Karl Rothe war Oberbürgermeister in Leipzig in den Jahren 1918- 1930. Diese Ehrung wird alljährlich durch die Privatspende des Leipzigers Joachim Krüger ermöglicht, der Rothe noch zu dessen Lebzeiten kennen und schätzen lernte. Herr Krüger ist am 07. März. 2011 nach langer Krankheit verstorben. Die Kulturstiftung Leipzig führt die Rothe-Ehrung in seinem Namen weiter.

Musik+Architektur am 1. Dezember 2011, 20 Uhr, im Bachsaal der Kongreßhalle, Karten ab sofort in der Musikalienhandlung Oelsner in der Schillerstraße

Mit einem Konzert für Cembalo und Violine setzt die Kulturstiftung Leipzig ihre im Frühjahr 2011 begonnene Reihe Musik + Architektur fort. Dieses Mal besuchen wir den restaurierten Bachsaal in der Kongreßhalle, der im fertig gestellten 1. Teilabschnitt der Gesamtsanierung erstmals durch den Zoo Leipzig der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Haben wir zuletzt mit dem Verwaltungsgebäude von KPMG in der Beethovenstraße einen herausragenden Neubau vorgestellt, so können Sie nun den denkmalgeschützten neobarocken Bachsaal kennenlernen oder wieder entdecken. Auch dieses Mal geht es wieder um die künstlerische Einheit von Musik und Architektur.  Wir stellen Ihnen zwei junge Künstler vor, die Preisträger internationaler mitteldeutscher Nachwuchswettbewerbe sind und die  nun schon mit ambitionierten musikalischen Konzertdarbietungen brillieren.  Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Konzertpianisten und Präsidenten der Kulturstiftung Leipzig, Professor Rolf-Dieter Arens. Donnerstag, 01.12. 2011, 20 Uhr Einlass ab 19 Uhr. Kongreßhalle Pfaffendorfer Straße  Eingang Nord. Karten zuum Preis von 12,- € und ,- € für Ermäßigungsberech- tigte ab sofort in der Musikalienhandlung Oelsner, Schillerstraße 5, 04109 Leipzig und an der Abendkasse. Es musizieren: Am Cembalo Magdalena Malec, geboren in Warschau und Shunsuké Sato, Japan, Violine. Es erklingen Werke von:Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach, Jean-Philippe Rameau, Joseph Bodin de Boismortier, Francois Couperin und Heinrich Ignaz Franz Biber. Den restaurierten Bachsaal stellt Ihnen im Kontext der Kongreßhalle Dr. Wolfgang Hocquél, Architekturhistoriker und Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig, vor. In den Jahren 1899/1900 entstand nach Entwürfen des Leipziger Architekten Heinrich Rust das große Stadtbild prägende Gesellschaftshaus des Zoos. Nach Kriegszerstörungen wurde das Gebäude 1946 zum kulturellen Zentrum der Messestadt umgebaut und erlebte als Kongresshalle in der Folgezeit ungezählte künstlerische Höhepunkte. Bis zum Jahre 1981 musizierte hier auch das Gewandhausorchester, dessen Spielstätte im Zweiten Weltkrieg untergegangen war. Kaum einer unter den älteren Leipzigern, der nicht interessante Begebenheiten mit diesem Kulturdenkmal verbindet.

 

Die neuen Blätter sind da!

Liebe Freunde der Leipziger Blätter, Heft 59 ist da. Wir präsentieren es am 18.10. 2011, 17 Uhr, in der Deutschen Nationalbibliothek am Deutschen Platz. Auch dieses Mal erwarten Sie viele spannende Beiträge. Sie erfahren etwas über den "Sommernachtstraum", das 11. Tangofestival in Leipzig und  lernen den trotz seiner Faust-Figuren in der Mädlerpassage kaum bekannten Leipziger Bildhauer Mathieu Molitor kennen. Unser Editorial beschäftigt sich mit dem geplanten, ziemlich umstrittenen Richard- Wagner-Denkmal neben der runden Ecke.  Schließlich greifen wir auch eine wichtige stadtkulturelle Problematik auf, indem wir uns mit der inflationären Werbung im öffentlichen Raum auseindersetzen. Wie Sie wegen des Titelbildes zu Recht vermuten, wird auch der Neubau der Deutschen Nationalbibliothek einen breiten Raum einnehmen.

Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert“. Richard Wagner ist eine der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten dieses Jahrhunderts. In der Alten Nikolaischule wollen wir Ihnen den Jungen Richard Wagner nahe bringen. Die Richard-Wagner-Aula ist der einzige authentische erhaltene Ort in Leipzig, der für das Wirken des 1813 im Haus Zum roten und weißen Löwen am Brühl geborenen Komponisten steht.  Aus diesem Grunde haben wir im zweiten Obergeschoß eine kleine Ausstellung diesem Thema gewidmet. In der klassizistischen Aula können Sie zudem frühe Kompositionen aus Wagners Leipziger Zeit erleben. Natürlich stellen wir Ihnen auch das geschichtsträchtige Haus mit seiner 500 jährigen Geschichte vor. Führungen finden am Sonntag, dem 11. September 2011, jeweils 10 Uhr, 12 Uhr und 14 Uhr statt. Treffpunkt Alte Nikoalischule, Nikolaikirchhof 2, Haupteingang. Der Eintritt ist frei.  

 

Gespräch mit Wolfgang Kunz

Die traditionellen Reihe "Streitgespräch Architektur", die seit 1994 in der Aula der Alten Nikolaischule stattfindet, steht am Dienstag, dem 06. September 2011, 18 Uhr 30 unter dem Motto "20 Jahre städtebauliche Entwicklung in Leipzig". Ein Gespräch mit Wolfgang Kunz, Leiter des Stadtplanungsamtes. Modration: Prof. Iris Reuther, Büro für urbane Projete Leipzig und Dr. Wolfgang Hocquél, Kulturstiftung Leipzig. Nach 20 jähriger sehr erfolgreicher Tätigkeit scheidet Wolfgang Kunz im Oktober aus der Stadtverwaltung aus. Wolfgang Kunz studierte ab 1968 Architektur an der Technischen Universität Braunschweig, von 1987 bis 1991 war er in Essen für die Bauleitplanung zuständig und ab 1991 übernahm er die Leitung des Stadtplanungs-amtes der Stadt Leipzig. Seine Tätigkeit umfaßt eine der interessantesten Epochen Leipziger Stadtentwicklung. Wir diskutieren über Erfolg und Mißerfolg, über Vision und Wirklichkeit jener Stadt, die nach 1990 zur Boomtown des Osten wurde.

Leipziger Blätter Sonderausgabe zum Gondwanaland

 

Die Tropenhalle Gondwanaland wurde am 01. 07. 2011 eröffnet. In dieser Riesenhalle wird die Entstehung des Urkontinents nachgestellt. Nach einer Zeitreise in die Vergangenheit tauchen die Besucher in die Welt der Regenwälder Asiens, Afrikas und Südamerikas mit ihrer spannenden Tier- und Pflanzenwelt ein. Aus Anlaß dieses über die Grenzen Leipzigs hinaus bedeutenden Ereinisses erscheint eine Sonderausgabe der Leipziger Blätter.

 

 

Dr. Junhold wird Präsident des Weltzooverbandes

Wie die Leipziger Volkszeitung in ihrer Ausgabe vom 20. Juli 2011 berichtete, wurde Dr. Jörg Junhold, Direktor des Leipziger Zoos, zum Präsidenten des Zooweltverbandes gewählt. Die Kulturstiftung Leipzig gratuliert ihrem langjährigen Vorstandsmitglied ganz herzlich zur Wahl in dieses ehrenvolle Amt. Sein bewunderswertes Engagement hat den Leipziger Zoo zu einem der führenden in ganz Deutschland gemacht. Mit der Einweihung der Tropenhalle "Gondwanaland" hat er gemeinsam mit seinem Team und vielen Ausführungsunternehmen einen weiteren Glanzpunkt gesetzt. Wir danken ihm ganz herzlich auch dafür, dass er neben seiner aufopferungsvollen beuflichen Tätigkeit auch immer wieder die Zeit findet, die Arbeit der Kulturstiftung vielfältig zu unterstützen.

 

 

Architekturspaziergang

Sonntag, 26. 06.2011, 14 Uhr, TALK-WALK - Am Ende des Tunnels

Streifzug durch Erwartungsland hinter dem Bayrischen Bahnhof. Mit Andreas Denk, Chefredakteur der Zeitschrift „der architekt“, Berlin und Bonn, und mit Barbara Steiner, Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig. Start: Bayrischen Platz. Leipzig wächst. Zumindest besteht – dort, wo der City-Tunnel aus der Erde kommt – eine gut begründete Hoffnung hierzu. Zwei neue S-Bahn-Anschlüsse, ein Ideen-Wettbewerb zum Bau eines neuen Stadtteils inklusive neuen Stadtparks, gute Anbindungen zur nahen Stadtmitte und interessante Nachbarschaften bilden die fast traumhaften Ausgangsbedingungen. Wird die Entwicklung des heute noch offenen und weiten Feldes somit zum Selbstläufer? Bekanntlich kann es am Ende nachhaltig schief gehen, wird das Weiterbauen der Stadt zu sehr den Investoren überlassen. Wie also kann die Planung und Realisierung dieser Stadterweiterung in einem kontinuierlichen Prozess kulturell und künstlerisch angereichert werden? Wer plant hier die Planung? Und wer kümmert sich um das Ungeplante? Talk Walk - Eine Veranstaltung des Atelier Latent in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten BDA, Regionalgruppe Leipzig.  Eintritt frei

 

 

3. Stadtgespräch Leipzig - Landschaft mit Gleisanschluss

Podiumsgespräch mit Michael Berninger (Moderation), Inge Kunath, Andreas Denk, Bertram Weisshaar am 28.06.2011, 18 Uhr 30, im Grassimuseum, Kinosaal.

Entlang von Gleisen schlängelt sich Landschaft durch den Stadtraum von Leipzig. Mehrere Parks und Grünverbindungen auf stillgelegten Bahnflächen, so zum Beispiel der Lene-Voigt-Park auf dem Gelände des ehemaligen Eilenburger Bahnhofs oder grüne Wegeverbindungen auf einstigen Industriegleisen in Plagwitz. Und die Sehsucht nach der grünen Stadt projiziert weitere zukünftige Lanfschaften auf heute brachliegnde Bahnareale, aber auch entlang von neuen Bahntrassen. Ein zu entwickelnder Grünzug ab dem Bayrischen Bahnhof soll das in dessen Umfeld neu entstehende Stadtquartier mit der Seenlandschaft im Süden verbinden.

Eine Veranstaltung des Netzwerkes Baukultur Leipzig.

 

Besichtigung der ältesten Kirche Sachsens am 25. Mai 2011, 17 Uhr 30

Hiermit laden wir alle Freunde der Leipziger Architektur für Mittwoch den 25. Mai 2011, 17 Uhr 30, zu einer Besichtigung der Andreaskirche nach Leipzig Knautnaundorf ein. Die Führung leitet Herr Dr. Gerhart Pasch, langjähriger Baupfleger des Evangelischen Bezirkskirchenamts Leipzig. Unter seiner Leitung erfolgte die rekonstruktive Wiederherstellung des Innenraumes der Rundkapelle. Unter dem achtseitigen Turmaufsatz von 1721 hat sich eine romanische Rundkapelle der Zeit um 1100 erhalten, wie sie auf dem Groitzscher Burgberg durch Herbert Küas (geb. 1900 - gest.1982) ergraben wurde. Nähere Informationen finden Sie hierzu u.a. in der Publikation "Archäologie und Architektur - das frühe Leipzig", die 2003 von der Kulturstiftung Leipzig im Sax-Verlag Beucha herausgegeben wurde. Die ISBN Nr. ist:  3-934544-49-5. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

Die neuen Leipziger Blätter sind da!

Am Montag, dem 14.03. 2011, 18 Uhr, präsentierte die Kulturstiftung Leipzig im Asisi Panometer im Leipziger Süden die neue Ausgabe der Leipziger Blätter. Auch Heft 58 hält wieder eine große Zahl höchst informativer Beiträge aus allen Bereichen der Leipziger Kunst und Kultursgeschichte bereit. Herr Professor Yadegar Asisi war persönlich anwesend. Die Ausstellung Amazonien - ein Zauberbild der Natur konnte besucht werden. 

 

Musik + Architektur 2011

In diesem Jahr beginnt die Kulturstiftung Leipzig einen neuen Veranstaltungszyklus unter dem Titel Musik + Architektur. Mit dieser neuen Reihe wollen wir zum einen Preisträger der internationalen Musikwettbewerbe Mitteldeutschlands in Weimar, Leipzig und Zwickau dem Leipziger Musikpublikum vorstellen und zum anderen möchten wir Sie mit herausragenden Leistungenm neuerer aber auch älterer Architektur vertraut machen. Dabei werden Musik und Architektur gleichrangig präsentiert. Neben den musikalischen Darbietungen werden sich Architekten, Kunsthistoriker und Architekturkritiker in essayistischer Form mit den Bauten auseiandersetzen.

Die erste Veranstaltung fand am Sonnabend, dem 5.3.2011, 19 Uhr, im KPMG-Verwaltungsgbäude in Leipzig, Münzgasse 2, statt. Karten zum Preis von 10,- € und 7,- € (erm.) erhielten Sie in der Musikalienhandlung M. Oelsner in der Schillerstraße 5.

Es musizierten zwei junge Pianisten, die frisch gekürten Preisträger der Altersgruppen bis 13 und bis 17 Jahre, des internationalen Liszt-Wetttbewerbes für junge Pianisten in Weimar 2011 (21.2-2.3. 2011). Zur Einführung sprach Prof. Rolf-Dieter Arens, Konzertpianist und Präsident der Kulturstiftung Leipzig. Zwischen den musikalischen Darbietungen stellte der Architekt Ronald Wanderer, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen des Bundes Deutscher Architekten, in seiner Laudatio das 1996/97 errichtete KPMG-Verwaltungsgebäude der Architekten Schneider und Schumacher aus Frankfurt am Main vor.

Dr. Karl-Rothe-Ehrung 2011

Wie in jedem Jahr hat die Kulturstiftung Leipzig Dr. Karl Rothe, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig von 1918 -1930, geehrt. Am 20. Januar 2011 um 13:00 Uhr am Eckhaus Dr. -Karl-Rothe-Straße 1 / Ecke Kickerlingsberg in Gohlis wurde ein Gebinde angebracht. An dieser Stelle stand früher das Wohnhaus von Dr. Karl Rothe. Daran erinnert heute eine bronzene Gedenktafel. Am 20. Januar 2011 jährte sich zum 58. Mal der Todestag von Dr. Karl Rothe, der in schwerer und bewegter Zeit Oberbürgermeister der Stadt Leipzig war. Er führte die Stadt erfolgreich durch die wirtschaftlichen Verwerfungen der Zwischenkriegszeit. In seiner Amtszeit 1918- 1930 entwickelte sich die Leipziger Mustermesse zur wichtigsten Messe ihrer Art weltweit und Leipzig zur wichtigsten Buchstadt Europas. Der von ihm geförderte Kantor Karl Straube führte den Thomaner - Chor zu Weltruhm.

Die Ehrung wird durch eine private Spende des Leipzigers Joachim Krüger ermöglicht.

Die Kulturstifung Leipzig vergab am 17.11.2010 den Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege 2010

Preisträger Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege 2010

Preisträger:

Es wurden drei gleichberechtigte Preise vergeben:

-Bauherren: Grit und Frank Ackermann für die Sanierung der Jugendstilvilla Zum Harfenacker 2  in 04179 Leipzig,

Planungsbüro: DENK architekten ingenieure Leipzig

-Bauherr: Frank Wolff für die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses des Historismus Karl-Liebknecht-Straße 26 in 04107 Leipzig

Planungsbüro: Gabriel Architekten Leipzig

-Bauherr: GRK-Holding AG für die Sanierung des Wohngebäudes des Historismus Pfaffendorfer Straße 48 in 04105 Leipzig

Planungsbüro: homuth + Partner Architekten Leipzig

 

Es wurden drei Anerkennungen vergeben.

-Bauherren:  Iris und Martin Boddem für die Umnutzung der ehemaligen Remise Friedensstraße 3 in 04155 Leipzig

Planungsbüro: Architekturbüro Gregor Fuchshuber & Partner Leipzig

-Bauherr: Hansa Real Estate  für die Umnutzung der Fabrikanlagen  Wellenwerk und Wellenwerk II Claußbruchstraße 5-7 in 04159 Leipzig

Planungsbüro: homuth + Partner Architekten Leipzig

-Bauherr: Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau für die Umgestaltung des Kindergartens an der Heilandskirche, Rudolf-Sack-Straße 10, in  04229 Leipzig

Planungsbüro: Graalfs Architekten Leipzig

 

 

Prof. Rolf-Dieter Arens tritt die Nachfolge von Walter Christian Steinbach an

Auf seiner turnusmäßigen Stiftungssatssitzung am 11.11.2010 wählte der Stiftungsrat der Kultstiftung Leipzig den Konzertpianisten und vormaligen Rektor der Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar zum Nachfolger von Walter Christian Steinbach  in das Amt des Präsidenten der Kulturstiftung Leipzig, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Gründungsjubiläum begeht. Der Stiftungsrat dankte Walter Christian Steinbach ganz ausdrücklich für sein zehnjähriges, erfolgreiches Wirken zum Wohle der Leipziger Baukultur. Die Thüringer Landeszeitung berichtete am 17.11.2010. 

 

 

Wann schlägt die Demokratieglocke auf dem Augustusplatz?

Seit dem 09.10.2009 erinnert die bronzene Demokratieglocke des Berliner Künstlers Via Lewandowsky an die entscheidende Montagsdemonstration des 9.Oktober 1989. Der Haiku auf dem umlaufenden Schriftband "Demokratie ist in unendlicher Nähe längst sichtbar als Kunst" stammt von Durs Grünbein. Die Glocke wurde von den ostdeutschen Gießern mit Unterstützung der Industrie- und Handelkammer Leipzig, den Stadtwerken Leipzig, der Bürgerstiftung Leipzig, MIB AG Immobilien und Beteiligungen, der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft, der Handwerkskammer zu Leipzig, der Gesellschaft Harmonie Leipzig, Angelika Thöne-Otto und Raimund Otto sowie den Rechtsanwälten Weidiger, Richtscheid gestiftet.

Die Realisierung lag in den Händen der Kulturstiftung Leipzig.

Immer wieder erreichen uns Anfragen, wann denn die Glocke schlägt? Hier die Antwort:

Die Glocke schlägt an jedem Montag um 18:35 Uhr 12 Mal. Wieso 18:35 Uhr?

Dazu existiert ein Fernschreiben vom Leiter der BV Leipzig, Generalleutnant Hummitzsch,  an den Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit, Generaloberst Mittig und an den Stellvertreter des Ministers, Generalleutnant Neiber: „ … am 09.10.1989 fand ausgehend vom Vorplatz der Nikolaikirche in der Zeit von 18:35 bis 20:30 Uhr eine nicht genehmigte Demonstration … statt, …“.

An allen anderen Tagen schlägt die Glocke zwischen 8 Uhr und 20 Uhr innerhalb jeder vollen Stunde ein Mal nach dem Zufallsprinzip mit einem bis zu zwölf Schlägen.

 

Architekturstadtplan zu Historismus und Jugenstil erschienen

Leipziger Architektur um 1900

In keiner zweiten Stadt in Deutschland hat sich ein so geschlossener Bestand an Bauten aus der Epoche des Wilhelminischen Kaiserreichs, das heißt aus der Zeit zwischen 1871 und 1918, erhalten wie in der alten Messestadt Leipzig. Im zweiten Weltkrieg war Leipzig weniger stark zerstört worden als etwa Hamburg, Dresden oder Magdeburg. Von den rund 15000 erfaßten Kulturdenkmalen der Stadt gehören mehr als 10000 der sogenannten Gründerzeit an. Besonders der Wohnungsbau des Historismus prägt noch heute ganze Stadtteile. Die meisten Gebäude jener Epoche wurden nach 1990 saniert und offenbaren wieder die teils opulente Vielfalt ihrer handwerklichen Details. Oft finden sich kunstvoll dekorierte Treppenhäuser, die der Einzelbetrachtung wert sind.

Zwischen 1871 und 1918 erhöhte sich die Einwohnerzahl von 100000 auf über 600000. Als 1895 hier zuerst die Mustermesse eingeführt wurde, stieg Leipzig zum ersten Messeplatz Europas auf. An den architektonisch beeindruckenden Messepalästen der Innenstadt, wie Städtisches Kaufhaus, Handelshof, Specks Hof, oder aber an der ältesten erhaltenen Passage Deutschlands, der Mädlerpassage, sind Wirtschaftskraft und Bürgerstolz noch heute ablesbar. Für Leipzigs Entwicklung zur Industriestadt steht beispielhaft der Stadtteil Plagwitz mit einer Vielzahl erhaltener, architektonisch sehenswerter Industriegebäude (Buntgarnwerke, Bauwollspinnerei). Der Leipziger Osten war dagegen durch die polygraphische Industrie geprägt. Hier hatten sich Verlage und Druckereien angesiedelt (etwa Reclam und Brandstetter).

Lange Zeit hatte man diese Architekturepoche als innovationslosen Eklektizismus abgetan. Aber heute erkennen wir, daß der Rückbezug auf ältere Baustile von der Romanik bis zum Klassizismus durchaus beeindruckende neue Lösungen hervorbrachte. Die Verwendung von Stahlbeton (ab 1899), Stahl und Glas erlaubte zudem völlig neuartige Baukonstruktionen (Hauptbahnhof). Neoromanik (Taborkirche), Neogotik (Peterskirche), Neorenaissance (Zentralmeßpalast), Neobarock (Städtisches Kaufhaus) und Neoklassizismus (ehemalige Messehalle 16) – alle diese Spielarten des Historismus sind in Leipzig in glänzenden Beispielen vertreten. Während die Architekten zu Beginn der Epoche die historischen Stile teils noch akademisch genau rezipierten (ehemalige Reichsbank), wurde es gegen Ende des Historismus ein freier, spielerischer Umgang  (Neues Rathaus). Am Schluß stehen Reformarchitekturen, wie etwa Fritz Schumachers Handelshochschule, die den Weg in die Moderne vorbereiten.

Namhafte Leipziger Architekten der Zeit um 1900 sind die Stadtbauräte Hugo Licht (1841–1923) und Otto Wilhelm Scharenberg (1851–1920) sowie die freien Architekten Arwed Roßbach (1844–1902), Max Pommer (1847–1915), Georg Weidenbach (1853–1928) und Richard Tschammer (1860–1929), Emil Franz Hänsel (1970–1943) und nicht zuletzt der Meister des Jugendstils Paul Otto Hermann Möbius (1866 bis 1907), der einen ganz eigenen Lokalstil kreierte (Paul-Michael-Straße). In der Zeit des Historismus und des Jugendstils fand Leipzig endgültig Anschluß an das nationale, ja internationale Architekturniveau. Monumentale Kirchen, Bahnhöfe, Rathäuser, Schulen, Banken und Gerichtsbauten und nicht zu vergessen das Völkerschlachtdenkmal von Bruno Schmitz, der größte Denkmalbau Europas, prägen heute das Bild der Stadt, die sich zu Recht als die architektonische Hauptstadt des deutschen Historismus ansehen darf. Mit dem 1888–1895 von Ludwig Hoffmann und Peter Dybwad erbauten ehemaligen Reichsgerichtsgebäude erhielt Leipzig gar einen der repräsentativen Staatsbauten des Deutschen Kaiserreichs. Dieser aufwendig sanierte Bau mit seinen  wertvollen erhaltenen bzw. wiederhergestellten historischen Innenräumen und einem umfangreichen ikonographischen Programm zur Justizgeschichte sowohl an den Fassaden als auch im Inneren gehört zu den Leitbauten jener Epoche.

Wir haben insgesamt 82 Gebäude und Gebäudeensembles in diesen Architekturplan aufgenommen. Bei einem Rundgang wird man entdecken, daß die Zahl der sehenswerten Gebäude ungleich größer ist.                                         

 

Sonderheft der Leipziger Blätter im Buchhandel

Leipzig – Stadt am Wasser

Obwohl weder an einem See noch an einem großen Strom gelegen, sind Leipzig und sein Umland dennoch von einer Vielzahl mittlerer und kleiner Gewässer durchzogen, von denen Pleiße und Weiße Elster zu den größeren gehören. Wasser wurde zu einem wichtigen Element der Stadtgestaltung und Stadtqualität, mit zunehmender Stadtvergrößerung und -verdichtung allerdings immer weiter aus dem Stadtbild verdrängt. Die verbleibenden Fließe glichen eher Abwasserkanälen. Diese Zeit ist glücklicherweise vorbei. Die ehemals verrohrten Bach- und Flussläufe werden Schritt für Schritt wieder ans Licht geholt.

Die durch die alles umpflügende Gewalt der riesigen Tagebaumaschinen seit dem frühen zwanzigsten Jahrhundert vernichteten Landschaften südlich und nördlich von Leipzig werden neu erschaffen. Die dabei entstehenden zahlreichen Seen in Tagebaurestlöchern rechtfertigen nachträglich und eindrücklich das Wort von der »Seestadt Leipzig«.»Bauen am Wasser« ist ein sehr anspruchsvolles Thema. Allen Beteiligten muss klar sein, dass Bauen am Wasser beziehungsweise in dessen Nähe besondere Ansprüche sowohl in gestalterischer und technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht stellt. Vor allem aus diesem Grund hat die Industrie- und Handelskammer Leipzig gemeinsam mit der Architektenkammer Sachsen in der jüngsten Vergangenheit drei Workshops zu diesem Themenkreis durchgeführt. Hauptsächlich ging es um Landschafts-, Stadt- und Hochbauplanung unter besonderer Betrachtung der baurechtlichen Herausforderungen. Daraus entstand eine Arbeitsgruppe, in der sich neben den Genannten die Landesdirektion Leipzig, die Stadt Leipzig, das Kommunale Forum Südraum Leipzig und der Deutsche Werkbund Sachsen zusammenfanden, die alle auch Teilnehmer der Workshops waren.

Für die Architektenkammer Sachsen erwuchs aus den Erfahrungen dieser Zusammenarbeit der Gedanke, den diesjährigen »Architektursommer Sachsen« unter das Motto »Architektur ans Wasser – Baukultur ist Lebenskultur« zu stellen. Mitgetragen wird dieses Engagement von allen Mitgliedern der genannten Arbeitsgruppe. Der »Architektursommer« des Jahres 2010 dauert vom 15. Mai bis zum 15. Oktober, er will in Sachsen – dieses Mal herausgehoben am Beispiel der Region Leipzig – einen entscheidenden Beitrag zur Planungs- und Baukultur leisten. Das Motto des Architektursommers hat Herausgeber und Verlag bewogen, in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Sachsen zum Thema »Bauen am Wasser« ein Sonderheft der LEIPZIGER BLÄTTER herauszugeben, das auch als Fortsetzung des Sonderheftes »Mitteldeutsche Seenlandschaft« vom Juni 2007 gesehen werden sollte.

Das aktuelle Sonderheft veranschaulicht die große Fülle von Sichtweisen auf das Thema »Stadt am Wasser«. Darin ist das Neuseenland ein wichtiger Bestandteil. Dessen erfolgreiche Entstehungsgeschichte in den letzten zwanzig Jahren ist eng verbunden mit der Tätigkeit des Regierungspräsidiums Leipzig – heute Landesdirektion – und vor allem seines Präsidenten Walter Christian Steinbach, der sich hier bleibende Verdienste erworben hat.Diesem Sonderheft der LEIPZIGER BLÄTTER ist zu wünschen, dass es freundliche Aufnahme findet und dazu beitragen kann, sowohl die Vorzüge als auch die Probleme einer Stadt am Wasser sichtbar werden zu lassen, und darüber hinaus Interesse erweckt, an den Veranstaltungen des Architektursommers teilzunehmen, in dessen Verlauf unter anderem auch der »Tag der Architektur« am 26. / 27. Juni und der »Tag des offenen Denkmals« am 12. September stattfinden.

Winfried Sziegoleit, Kulturstiftung Leipzig /  Ehrenpräsident der Architektenkammer Sachsen

Besichtigung des Erweiterungsbaues der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig

Am 28.04.2011, 17 Uhr, besteht für die Freunde der Kulturstiftung Leipzig die Möglichkeit der Besichtigung des Erweiterungsbaues der Deutschen Nationalbibliothek am Deutschen Platz. Anmeldung unter kulturstiftungleipzig@t-online.de erforderlich. Die Führung wird die Architektin, Frau Gabriele Glöckler, persönlich übernehmen. Zur Führung dürfen wir auch den Direktor, Herrn Michael Fernau, begrüßen. 

Nächste Veranstaltung am 05.04.2011 im Grassi

Dienstag, 5. April 2011 um 18:30 Uhr, Urban oder privat – Wohnen in der Stadt

Teil 2 Stadtgespräche Leipzig 2011 "Sehnsucht Stadt"

Prof. Dr. Johann Jessen, Stadtplaner Stuttgart – Tom Kaden, Architekt Berlin - Peter Stubbe, Geschäftsführer der LWB als Gäste und Moderation: Prof. Ingo Andreas Wolf, Leipzig

Ort: Grassimuseum: Pfeilersaal / Vortragssaal.

Herzlich eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, um den Impulsreferaten zu folgen und bei den Podiumsgesprächen mit zu diskutieren – der Eintritt ist frei.

(nähere Informationen auf unserer Veranstaltungsseite)

Aufbruch unter Tage

Am Donnerstag, dem 03. Februar 2011, 18 Uhr,  in der Aula der Alten Nikolaischule, Eintritt frei. Es spricht  Frau Dr. Christiane Hemker, Landesamt für Archäologie Sachsen zum Thema: „Aufbruch unter Tage“, Vortrag mit pp - Präsentation

Im erzgebirgischen Dippoldiswalde wird seit 2008 ein außergewöhnlich gut erhaltenes Silberbergwerk der Zeit um 1200 archäologisch untersucht. Die dabei freigelegten Befunde und Funde sind für das hohe Mittelalter teilweise einzigartig in der europäischen Montanarchäologie. Erstmals können unter Tage im großen Umfang Abbau- und Fördertechniken des mittelalterlichen Bergbaus untersucht werden. 

 

Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr 2011

Allen Freunden der Kulturstiftung Leipzig wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr. Auch 2011 werden wir mit einer Fülle von Aktivitäten zur Leipziger Baukultur aufwarten. Auch das 500 jährige Jubiläum der Nikolaischule im Jahre 2012 wirft bereits seine Schatten voraus. Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus dem Ölgemälde "Einzug in Jerusalem" in der Evangelischen Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg in Jerusalem. Bis zu Ostern 2010 konnte mit vielfältiger Untestützung aus Leipzig der dortige Kaisersaal restauriert werden. Im Frühjahrsheft der Leipziger Blätter werden wir ausführlich darüber berichten. Die Abbildung stammt von einem Weihnachtsgruß des Pfarrers der Himmelfahrtkirche in Jerusalem, Michael Wohlrab, an die Kulturstiftung Leipzig. 

 

 

 

 

Höfe am Brühl - Eine Klarstellung zum Thema Denkmalschutz

Anlass

In einem von Arnold Bartetzky initiierten offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Management für Immobilien AG (mfi) wird im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben „Höfe am Brühl“ an den „Erhalt des Kaufhauses Brühl in Leipzig“ appelliert. Erwartet wird, dass die alte Kaufhausfassade von Emil Franz Hänsel aus den Jahren 1908/1915/1928 wieder hergestellt und deshalb auf den Abbruch der jetzt sichtbar gewordenen Fassadenreste verzichtet wird. Was mit der inzwischen demontierten, sehr gut erhaltenen, denkmalgeschützten Aluminiumfassade des Leipziger Künstlers Harry Müller aus dem Jahre 1968 werden soll, bleibt bei dieser Forderung offen.

In der aktuellen Auseinandersetzung um den Bestand des ehemaligen Kaufhauses Brühl (Fragmente der alten Fassade) und des konsument-Warenhauses (vollständig erhaltene Aluminium-Fassade) wird ferner der Eindruck erweckt, dass man im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Projektes „Höfe am Brühl“ zu anderen Entscheidungen gekommen wäre, wenn man den angeblich „sehr guten Erhaltungszustand“ der im Zusammenhang mit den Abbruchmaßnahmen sichtbar gewordenen Sandsteinfassade früher erkannt hätte. Dies gipfelt in der Festsstellung, ein bedeutender Kaufhausbau des beginnenden 20. Jahrhunderts würde leichtfertig geopfert.

Deshalb sollen zur Versachlichung der Diskussion die Grundlagen und der Entscheidungsprozess im Bezug auf den Denkmalstatus und das Wettbewerbsverfahren im Folgenden nochmals kurz nachgezeichnet und damit klargestellt werden.

Klarstellung

Die Aufgabenstellung für den von der mfi durchgeführten Architektenwettbewerb „Höfe am Brühl“ wurde in einem Workshop am 09. Mai 2007 intensiv beraten. Diese Verfahrensweise wurde auf Wunsch der Stadt Leipzig und im Ergebnis eines StadtratsBeschlusses gewählt. An dem Workshop nahmen Vertreter der Architektenkammer Sachsen, des BDA, des Bundes Deutscher Baumeister, des Stadtforums Leipzig e.V. und des ARCHITEKTURRAUM e.V. teil. Es versteht sich, dass sowohl das Landesamt für Denkmalpflege, als auch die untere Denkmalschutzbehörde in die Vorbereitung des Wettbewerbs und diesen Workshop involviert waren.

Im Ergebnis des Workshops wurde die Wettbewerbsauslobung in wesentlichen Punkten präzisiert. Dies betraf auch die vereinbarten Maßgaben zum Denkmalschutz der Fassade, die nach außen als Aluminiumfassade aus dem Jahre 1968 sichtbar bleiben sollte. Zum Wettbewerbsverfahren hatten sich 69 Architekturbüros beworben, von denen 30 zur Teilnahme ausgewählt wurden. Am 1. November 2007 entschied sich die 19-köpfige Jury einstimmig zugunsten des Entwurfes des Berliner Architekturbüros Grüntuch Ernst. Wie alle anderen beteiligten Büros hatten die Architekten Grüntuch Ernst, der  denkmalpflegerischen Maßgabe folgend, die Aluminiumfassade in ihr Konzept integriert.

Der äußerst schlechte Erhaltungszustand der Restfassade des Gebäudes von Emil Franz Hänsel war im Rahmen der Vorbereitung des  Wettbewerbsverfahrens hinreichend bekannt. Laufstege hinter der Aluminiumfassade erlaubten eine Begehung aller Fassadenabschnitte. 1943 war das Gebäude durch Brandbomben zerstört worden. Die lang anhaltende Brandeinwirkung verursachte schwerwiegende Schäden an der Sandsteinfassade. In einem sehr differenzierten Gutachten vom 07.05.2008 bewertete der Leipziger Statiker Rolf Seifert, dem die Denkmalpflege die Rettung so manchen Kulturdenkmals verdankt, die heute sichtbare Restsubstanz im Hinblick auf eine mögliche Restaurierung. Seifert stellte fest, dass lediglich noch „42 % der verbliebenen Naturstein-Ansichtsflächen der Originalfassade im Bestand erhalten sind“ sind und dass „die Reparatur der Fassadenreste praktisch den Abbruch des Natursteinanteils am Mauerwerk und den totalen Neuaufbau desselben bedeuten würde“. Er konstatierte, dass durch Brandeinwirkung die oberflächennahen Schichten der Sandsteinelemente zwischen 5 und 35 mm abgesprengt waren und zusätzlich aus Sicherheitsgründen beim Umbau 1966/68 viele Teile abgeschlagen worden sind.

Der Investor und Bauherr mfi war von Anfang an bereit, die denkmalgeschützte Aluminiumfassade zu integrieren. In einem öffentlich-rechtlichen  Vergleichsvertrag zwischen mfi, dem Regierungspräsidium Leipzig und dem Landesamt für Denkmalpflege vom 10.07.2008 wurde vereinbart, dass die Aluminiumfassade zu erhalten und in den Neubau zu integrieren sei. Wesentlich für diesen Vergleich war das Gutachten des Ingenieurbüros Seifert, in dem die Reste der Sandsteinfassade als von nur noch eingeschränktem denkmalpflegerischen Wert eingestuft wurden und ihre Erhaltung mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden sein würde. In dieser Vereinbarung wurde der Investor verpflichtet, an der Nordseite der historischen Sandsteinfassade ein Bauelement, die zweite Fensterachse, vom 1. bis 4. Obergeschoss von Osten gesehen über eine Länge von ca. 15 m für die Öffentlichkeit begehbar zu erhalten und in ihrer Gesamtheit erlebbar zu machen. Die Aufgabe der fragmentarisch erhaltenen Sandsteinfassade war auch der Tatsache geschuldet, dass eine künftige Wiederverwendung praktisch ausgeschlossen war und der rein geschichtlichdokumentarische
Denkmalwert die erheblichen Mehrkosten kaum rechtfertigen konnte.

Die renommierte Bauhistorikerin Prof. Dr. Simone Hain sieht in der Kaufhausfassade von 1968 eine „im Spektrum der europäischen Nachkriegsmoderne herausragende architektonische und künstlerische
Qualität“. Wie sie in ihrem Gutachten zur Denkmalwürdigkeit vom August 2008 folgert, „stellt das ehemalige Kaufhaus ‚konsument‘ sowohl im städtebaulichen Ensemble der (inzwischen verlorenen) modernen Brühl-Bebauung als auch als Einzelarchitektur überregional eine herausragende architektonische Leistung seiner Zeit dar und es gehört zugleich in die universelle Traditionslinie einer bewegt plastischen, mit ihrer metallischen Anmutung spielenden Architektur, die von Hans Scharouns Berliner Philharmonie bis zu Frank Gehry´s vielbeachtetem Museumsbau in Bilbao reicht. Damit hat das Bauwerk sowohl dokumentarische Bedeutung für die jüngere Baugeschichte, namentlich der DDR-Periode, wie auch innerhalb der Geschichte des modernen Entwerfens
überhaupt“.

Leipzig, den 28.4.2010
Dr. Wolfgang Hocquél
Kulturstiftung Leipzig

Präsident der Kulturstiftung Leipzig erhält hohe Auszeichnung

Am 06.09.2010 empfing Walter Christian Steinbach, ehemaliger Präsident der Landesdirektion Leipzig und Präsident der Kulturstiftung Leipzig, aus den Händen des Bundespräsidenten Christian Wulff, im 20. Jahr der deutschen Einheit,  für seine Verdienste um die Entwicklung der Region den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Die Kulturstiftung Leipzig gratuliert ihrem Präsidenten ganz herzlich!