Nikolaisäule von 1999
Bowlingtreff, 2007

Projekte für die Kultur unserer Stadt

Seit ihrer Gründung im Jahre 1990 hat die Kulturstiftung Leipzig eine große Zahl von bedeutsamen Projekten realisiert. Nach der denkmalgerechten Sanierung und Umwidmung der Alten Nikolaischule zum kulturellen Zentrum 1992-94, widmete sie sich der städtebaulichen Weiterentwicklung des Nikolaikirchhofes und initiierte in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig mehrere Künstlerwettbewerbe. Im Ergebnis entstand 1999 die Nikolaisäule, die bereits zu einem Symbol  der friedlichen Revolution geworden ist. Es  folgte der Granitbrunnen nach Entwurf des Londoner Architekturbüros David Chipperfield in Verbindung mit dem Lichtprojekt  der  150 farbig  leuchtenden  Pflastersteine von Tilo Schulz, das die Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ mit 350 € unterstützte.

Im Jahre 2007 veranstaltete die Kulturstiftung Leipzig, gemeinsam mit der Sammlung Essl aus Klosterneuburg/Österreich, unterstützt von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, im Torgauer Schloss Hartenfels die Ausstellung „Made in Leipzig“. In Zusammenarbeit mit der Stadt Torgau konnten in einer eindrucksvollen Exposition 27 Künstler  der Leipziger Schule  präsentiert werden.

Am 09. Oktober 2009 konnte der Präsident der Kulturstiftung Leipzig, Walter Christian Steinbach,  die bronzene Demokratieglocke, ein Kunstwerk von Via Lewandowsky und Durs Grünbein, an Oberbürgermeister Burkhard Jung übergeben, die auf Anregung und mit wesentlicher finanzieller Unterstützung des ostdeutschen Gießereinetzwerkes entstand. Sie schlägt an jedem Montag 18.35 Uhr zwölf Mal und erinnert an den Beginn der entscheidenden Montagsdemonstration am 09.10.1989 auf dem heutigen Augustusplatz.

Ab 2011 möchte die Kulturstiftung in enger Partnerschaft mit der Stadt Leipzig den seit Jahren leerstehenden „Bowlingtreff“ am Leuschnerplatz sanieren und zum Kulturzentrum Mitte umnutzen.  Der nach Entwürfen des Leipziger Architekten Winfried Sziegoleit 1987 fertig gestellten Freizeitanlage, will die Kulturstiftung Leipzig neues Leben einhauchen. Das zentral gelegene Objekt soll künftig neben Bowlingbahnen (kleine Halle) universelle Veranstaltungsmöglichkeiten bieten und vor allem familienfreundlich sein. Gedacht ist an Tanz, Ausstellungen, Konzerte, Kunsthandwerkermärkte u.v.a mehr. Auch Cafés und Vereinsräume sollen vorhanden sein. Die schöne postmoderne Eingangshalle soll sich im Sommer wieder zu einem begrünten Freisitz mit Brunnenanlage öffnen. Derzeit ruhen diese Aktivitäten der Kulturstiftung Leipzig, da die Stadt erwägt im Bowlingtreff selbst eine kulturelle Einrichtung unterzubringen.