Preisträger 2004
Detail, Käthe-Kollwitz-Str. 115
Wettbewerbsjury

Der Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege

Im  Jahr 2010 wird die Kulturstiftung den „Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege“ in Zusammenarbeit mit der Stad Leipzig  zum 11. Mal vergeben.  Dies wird wiederum im Rahmen der denkmal, der „Europäischen Messe für Denkmalpflege,  Restaurierung und Altbausanierung“  geschehen, die vom 18.11. bis zum 20.11. 2010 in Leipzig stattfindet.  Mit dem Preis werden ausschließlich private Bauherren  ausgezeichnet, die ein Kulturdenkmal in der Stadt  Leipzig besonders vorbildlich saniert haben.

Namensgeber für den Preis  ist die Lichtgestalt der Stadt- und Baugeschichte des 16. Jahrhunderts, der   achtmalige Bürgermeister und  geniale Bauorganisator Hieronymus Lotter (1497-1589). Der Preis wird im jährlichen Wechsel mit dem „Architekturpreis der Stadt Leipzig zur Förderung der Baukultur“ vergeben. Die drei  Preisträger erhalten ein  Bronzemedaillon mit dem Bildnis Hieronymus Lotters, das an der Hausfassade angebracht werden kann, sowie eine Urkunde. Weiterhin werden in der Regel etwa drei Anerkennungen vergeben.  Das Bronzerelief wurde vom Bildhauer Dieter Dietze gestaltet. 

Der Preis erfreut sich mittlerweile sehr großer Beliebtheit bei den privaten Bauherren und ihren Architekten. Angesichts des jahrzehntelangen Verfalls der großartigen Altbausubstanz Leipzigs zu DDR-Zeiten,  wollte die Kulturstiftung einen Ansporn zum behutsamen  Umgang mit dem architektonischen Erbe geben und ihre herausragenden Ergebnisse würdigen. Mit seinen 15.ooo registrierten  Kulturdenkmalen gehört Leipzig heute zu den denkmalreichsten Städten in Europa. Mittlerweile sind etwa drei Viertel der Bausubstanz saniert. Die Frage, die das Fernsehen der DDR im Herbst 1989 stellte, „Ist Leipzig noch zu retten“?, ist heute eindrucksvoll beantwortet. Leipzig ist heute wieder eine der urbansten und architektonisch vielschichtigsten Großstädte Deutschlands.  Dabei  hat sich das Instandsetzungs- und Restaurierungsniveau kontinuierlich verbessert. 

Aus den in der Regel etwa 30 bis 40 Bewerbungen im jeweiligen Vergabejahr wählt eine sachkundige Jury nach eingehender Ortsbegehung die Preisträger aus. Für die Jury bedeutet das eine sehr angenehme eintägige Stadtrundfahrt und Diskussionen bis oft spät in die Nacht. Der Jury gehören an:  Dr. Alberto Schwarz, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen; Dr. Norbert Baron, Abteilung Denkmalpflege der Stadt Leipzig; Wolfgang Kunz, Planungsamt der Stadt Leipzig sowie von der Kulturstiftung Leipzig Winfried Sziegoleit, Heinz-Jürgen Böhme und Dr. Wolfgang Hocquél.